Dienstag, 4. November 2014

Herbstliche Rezepte aus Korsika: Eintopf nach Hausfrauenart

Liebe BesucherInnen,
es ist Herbst geworden und in den Bergen beginnt es kühl zu werden. Die Luft ist frisch und von Holzfeuerkaminrauch geschwängert. Die alten Bergbauern bereiten in dieser Jahreszeit wie eh und je einen deftigen Eintopf nach Hausfrauenart zu, der weder zur Mittags- noch zur Abendzeit auf einer korsischen Tafel fehlen darf.
Früher kamen alle Zutaten aus dem heimischen Gemüsegarten und Stall. Heute können Sie die frischen, unbehandelten Gemüsesorten auf den heimischen Märkten der Insel finden.
Sollten sie in der Herbstzeit hier Urlaub machen, wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Nachkochen mit den lokalen Spezialitäten. Sollten sie einen Kamin mit offenen Holzfeuer zur Verfügung haben, versuchen Sie es doch mal auf authentisch-antestrale Weise.

Korsischer Eintopf nach Hausfrauenart 
Zutaten für 6 Personen

150 g Panzetta (geräucherter, durchwachsener Bauchspeck (für Veganer weglassen)
1 mittelgroßen Wirsingkohl
4 große Kartoffeln
1 mittelgroßer Kleinkürbis
100  g weiße, trockene Bohnen oder Coco Roses
5 mittelgroße Karotten
1 Staude Mangold
1 Selleriezweig
1 Staude Porrée
2 großse Gemüsezwiebeln
2 Knoblauchzehen
5 EL hausgemachtes Pesto oder aus dem Glas
250 g Nudeln je nach Wahl
2 EL Macchiakräuter
3 EL korsisches Olivenöl

Zubereitung ca. 2,5 Std.
Die Panzetta in kleine Stücke schneiden und in ein wenig Olivenöl anbraten. Die gehackten Zwiebeln, das feingehackte Knoblauch, das Pesto und die Macchiakräuter dazugeben. Umrühren und durchköcheln lassen.
Das Gemüse waschen, schälen und in bissfeste Stücke schneiden. Den Mangold in Streifen schneiden und alles zusammen in einen Suppentopf geben. Mit ca 3 Litern Wasser aufgießen. Panzetta und Gewürzkräuter sowie die Bohnen dazugeben und ca 2 Stunden bei kleiner Flamme abgedeckt köcheln lassen. Ab und zu umrühren.
Zehn Minuten vor Kochende die Nudeln zugeben und je nach Gebrauchsanweisung in dem Suppenfond mitkochen, regelmäßig umrühren bis sie gar sind.
Einmal fertig wird die Suppe in tiefen Tellern als Hauptmahlzeit heiß serviert. Dazu gibt es ofenfrisches Bauernbrot (Rezept in einem anderen Post).
Zu Urzeiten wurde die Suppe direkt auf dem Holzfeuer in einer darüber aufgehängten Kasserolle zubereitet, und dann morgens, mittags und abends von den Landbauern als stärkende Mahlzeit vor der harten Landarbeit zu sich genommen.
Das waren noch Zeiten, nicht wahr?
Guten Appetit!
Liebe Grüße,
Ihre Miluna

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