Donnerstag, 13. März 2014

Die Fauna Korsikas: Harte Maßnahmen zum Artenschutz - Projekt griechische Landschildkröte auf Korsika

Quelle Foto: Wikipedia
Liebe BesucherInnen,
heute möchte ich Ihnen einen weiteren Beitrag zur Fauna Korsikas präsentieren.

Liebe Grüße,
Ihre Miluna



Harte Maßnahmen zum Artenschutz-Projekt 'Griechische Landschildkröte auf Korsika' 

Die nationale Artenschutzprojektzentrale setzt, in Zusammenarbeit mit den lokalen Tierschutzorganisationen und den Schildkrötenparks, A Cuppulata und Village des Tortues in Moltifao, drastische Maßnahmen in die Tat um, um die griechische Landschildkröte auf Korsika zu bewahren, die sowohl auf der Insel als auch weltweit vom Aussterben bedroht ist.
Sie steht auf Korsika, in Frankreich und ganz Europa unter Naturschutz.
Die auf Korsika lebende Unterart ist die Testudo Hermanni Hermanni. Man findet sie außer auf Korsika und auf Sardinien in Ostspanien, Südfrankreich, auf den Balearen und in Mittelitalien.

Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass Ihr Rückenpanzer etwas höher gewölbt ist und eine intensivere Gelbfärbung hat. In starkem Kontrast dazu stehen die gut abgegrenzten und symmetrischen, schwarzen Färbungselemente, die oft über die Hälfte der Fläche einnehmen. Auf dem Rückenpanzer oberhalb des Schwanzes (fünfter Wirbelschild) befindet sich eine charakteristische, schwarz eingefasste Schlüssellochzeichnung.
Der Bauchpanzer hat zwei zusammenhängende, schwarze Bänder entlang der Mittelnaht. Die Vorderfüße besitzen in der Regel an ihrer Unterseite keine schwarze Pigmentierung. Die Basis der Krallen ist oft hell gefärbt.
Quelle Foto: Wikipedia
Sie ernähren sich in freier Natur von ein- und mehrjährigen Pflanzen aus einem breiten Spektrum von Pflanzenfamilien. So wurde bei  einer Untersuchung auf Korsika festgestellt, dass nur neun Pflanzenarten den Hauptnahrungsanteil ausmachen. Das sind, in der Reihenfolge der Beliebtheit, Vertreter von Korbblütlern, Hülsenfrüchtlern, Hahnenfuß-, Aronstab-, Glockenblumen-, Winden- und Rötegewächsen. Hauptsächlich werden die Blätter der Pflanzen gefressen, aber auch Blüten, Früchte sowie Stängel. Auch wurde der Verzehr von Gehäuseschnecken und kleinere Nacktschnecken, Aas und Kot von Wirbeltieren, kleinen Steinchen und dem Eidotter und Eiweiß zerborstener Vogeleier beobachtet.

Bis zu 15.000 €  Strafe und bis zu einem Jahr Gefängnis drohen dem, der dabei erwischt wird, eine Landschildkröte mitzunehmen, oder zu deplazieren, für welchen Zweck auch immer.Ökoaufsichtspersonal wird an den Ausbreiteungsorten aktiv eingesetzt. Es ist erlaubt, und wird empfohlen, z.B. auf Straßen verletzte Tiere beim Tierartz abzugeben.
Leider werden immer noch viele Tiere von Urlaubern eingesammelt und aus ihrem natürlichen Lebensraum entfernt, aber auch vor Ort von den Bewohnern mitgenommen und in ihren Gärten als Haustier, oft leider artungerecht, gehalten.
Wald und Macchiebrände tragen ihren Teil dazu.

Ein Aufruf an alle Korsikafans also: Der Artenschuzt der Testudo Hermanni Hermanni soll aktiv betrieben werden.

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© Miluna Tuani

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