Montag, 23. Mai 2011

Die Flora Korsikas: A MALMA : die Wilde Malve (Malva sylvestris)

Liebe BesucherInnen,

Heute möchte ich Ihnen einen weiteren Beitrag aus der Reihe "Korsikas Flora" vorstellen:

DIE WILDE MALVE Malva sylvestris
Die Wilde Malve (Malva sylvestris), die im korsischen "Malma" (oder Malba) genannt wird, stammt ursprünglich aus Asien und Südeuropa. Heute ist sie in ganz Süd- und Mitteleuropa und natürlich auch auf Korsika weit verbreitet.
Die Wilde Malve gedeiht auf trockenen, stick- und nährstoffreichen Böden bis in Höhenlagen von 1800 Metern.
Man findet sie vor allem an Wegrändern und Zäunen, auf Ödland und in lichten Wäldern.
Sie ist eine Pflanzenart, die der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) angehört. Sie zählt zu den ältesten bekannten Nutzpflanzen und wurde bereits in der Antike als Gemüse- und Heilpflanze angebaut.
Bei der Wilden Malve handelt es sich um eine überwinternde grüne, zweijährige bis ausdauernde, krautige Pflanze. Sie kann von 30 cm bis 125 cm Höhe erreichen. Sie ist mit ihrer spindelförmigen, fleischigen und tiefreichenden Pfahlwurzel fest im Erdreich verankert.

Die Blütezeit liegt zwischen Mai und September.
Die zwittrigen Blüten stehen meist zu zweit bis viert (selten bis zu zehnt) in Büscheln, aber sie sind auch einzeln anzufinden. Sie haben einem Durchmesser von ca. 2,5 bis 5 cm.
Die Blüten können rosaviolett sein und besitzen feine, im Farbton etwas dunklere Längsnerven, die ihnen ihre charakteristische Musterung verleihen.
Hummeln, Bienen, Schwebfliegen und Hummelschweber dienen als Bestäuber und zehren vom reichlich angebotenen Nektar.

Für verschiedene Falterarten stellt die wilde Malve die Ernährungsquelle der Falterraupen dar, so beispielsweise dem Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae, Foto 1), dem Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus frittilarius, Foto 2) und der Hellbraunen Bandeule (Noctua interjecta). Raupen spezialisierte Rüsselkäferarten wurden ebenfalls als Nutzer festgestellt.

Auch andere Insekten wie Ohrwürmer nehmen die Blüten der Wilden Malve als Schlafplatz an.
In der Pflanzenheilkunde wurden schon seit Zeiten Extrakte der Pflanze bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums, aber auch bei Erkältungen und trockenem Reizhusten sowie Beschwerden des Magen-Darm-Bereichs eingesetzt. Dazu verwendet man meist Blätter und Blüten der Malve. Wirksame Bestandteile der Blätter sind in erster Linie Schleimstoffe (5–12 %), die sich als schützender Film über Schleimhäute legen und so eine beruhigende Wirkung entfalten.
Heute dient die Wilde Malve u.a. auch als Zierpflanze.

Quellen und einige Fotos: u.a. Wikipedia, A MALMA, adecec Fiori di a Corsica


Liebe Grüße,
Miluna

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